Zusammenfassung - die Situation in Marienloh

Das kleine Marienloh (ca. 90ha bebaute Siedlungsfläche) sieht sich 2 großen Windparks gegenüber:

1. Bad Lippspringe / 92ha - hier ist der Flächennutzungsplan (FNP) bereits trotz zahlreicher Einwendungen beschlossen worden und 6 Windräder sind von dem Investor Flütwind Projekt GmbH beantragt. Dieses Verfahren läuft derzeit noch.

2. Paderborn / ca. 75ha - hier plant die Stadt im Rahmen des 146. FNP die große Potenzialfläche-1 zwischen Marienloh und Benhausen. Die frühzeitige öffentliche Beteiligung ist gerade beendet, im Sommer erfolgt die Auslegung und es ist geplant, den 146. FNP im Frühjahr 2022 zu verabschieden. Auf dieser Fläche ist die Errichtung von weiteren ca. 6 Windrädern möglich.

Windräder, die hier im Flachland auf unseren Wiesen und Feldern gebaut werden, sind heutzutage größer als 200m.In Bad Lippsringe sind drei der sechs beantragten Anlagen 250m hoch (!) und für die Paderborner Fläche ist nichts anderes zu erwarten !

Solche riesigen Industrieanlagen direkt vor unserer Haustür werden den Ort Marienloh und dessen EinwohnerInnen stark negativ beeinflussen: Schall und Infraschall, Schlagschatten, eine bedrängende Wirkung durch die exorbitante Größe, Diskolichter bei Nacht, eine Verdrängung, Vergrämung oder sogar Tötung der Lebewesen in diesen Bereichen und eine Zerstörung der Schönheit der Landschaft sind wesentlichen Folgen.

Weiter unten erfahren Sie die Details und wie Sie Kontakt aufnehmen können.

146. Änderung des Flächennutzungsplanes Paderborns „Konzentrationszonen für die Windenergie“ – Wie geht es jetzt weiter?

Bis zum 29.01.21 lief die frühzeitige öffentliche Beteiligung. Die Stadt Paderborn wird nun alle Stellungnahmen und Einwendungen auswerten, beantworten und soweit relevant, in die Planung einfließen lassen. Bestenfalls gibt es dann keine Potenzialfläche mehr in der Nähe Marienlohs. Aber gehen wir einmal vom schlechteren Fall aus. Ungefähr Mitte des Jahres 2021 wird der (geänderte) Plan erneut veröffentlicht, die sog. „Auslegung“. Diese erfolgt nach §3 Abs. 2 BauGB für mindestens 30 Tage oder “bei Vorliegen eines wichtigen Grundes für die Dauer einer angemessenen längeren Frist“. Sie ist mindestens eine Woche vorher ortsüblich bekannt zu machen. Während der Auslegung besteht dann erneut die Gelegenheit, Einwendungen anzubringen.

Liebe Bürger in Marienloh, Benhausen und Neuenbeken - wir bleiben dran und halten Sie auf dem Laufenden.

Wir nutzen die Zeit bis zur Auslegung intensiv, um uns zu informieren und Gespräche zu führen. Wir hoffen, dass die Corona Restriktionen in den nächsten Monaten gelockert werden können, so dass wir auch Aktionen starten können. Wir haben jederzeit ein offenes Ohr, stehen bereit für Fragen und freuen uns über Informationen !!

INFOS zur 146. Änderung des Flächennutzungsplanes zur Ausweisung von Windkraftkonzentrationszonen der Stadt Paderborn

Die Stadt Paderborn arbeitet seit fast einem Jahr am 146. Flächennutzungsplan mit dem Ziel, neue Vorrangflächen für die Windkraft auszuweisen. Der Vorentwurf dieser Planung ist fertiggestellt und wurde am 17.12.2020 vom Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen. Nach unseren Informationen gab es nur 7 Gegenstimmen (u.a. aus der FDP) und 4 Enthaltungen (u.a. unser Ortsvorsteher Matthias Dülme).

Die Dokumente zu TOP14 der Ratssitzung vom 17.12.2020 sind hier zu finden:

https://stadt-paderborn.rim.gkdpb.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZdaSZTZ7XdrrdKaIOOBd_ok

 

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Leserbrief mit Bezug zum Artikel im WV v. 08.01.21: „Scharfe Kritik am neuen Gesetzentwurf zur Windkraft“

DER Lobbyverband der Windkraft, LEE NRW (Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V.), verfasste eine scharfe Kritik am neuen Gesetzesentwurf des Landes NRW und sendete einen öffentlichen Brief an Ministerin Ina Scharrenbach, gezeichnet von Kerstin Haarmann, Daniel Saage und Jürgen Wrona.

Hierüber berichtete die Neue Westfälische am 07.01.21 und das Westfälische Volksblatt am 08.01.21.

Unser Ortsheimatpfleger schrieb dazu folgenden Leserbrief, der auch bald in den Zeitungen zu lesen sein wird.

Sehr geehrte Kerstin Haarmann, Daniel Saage und Jürgen Wrona, worüber regen Sie sich eigentlich auf? Es gibt keine Anti-Windkraft-Ideologen, die gegen die Windkraft im Allgemeinen und gegen jedes einzelne Windrad sind. Aber es gibt durchaus in ihrer Lebensqualität und Gesundheit geschädigte Bürger, denen man einen Windpark fast in den Garten gebaut hat. Diese sind natürlich in der Minderheit, das stimmt, jedoch sind es trotzdem nicht wenige. Ja genau, diese Menschen sind ebenfalls „Hardliner“, und zwar in Bezug auf das Leben in Ihren Häusern und Gärten unter dem Einfluss der Windparks.

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